Tarifauseinandersetzungen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Tarifauseinandersetzungen gehen weiter. Im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst beginnt in der kommenden Woche ein unbefristeter Streik in den kommunalen Kindertageseinrichtungen; erste Aktionen gegen die Mogelpackung von TdL und dbb stehen an.

Der Streikaufruf zu den Kita-Streiks:
http://www.gew-nrw.de/fileadmin/download/Veranstaltungen_Termine/TVoeD/SuE_Streikaufruf.pdf

Infos zu L-EGO:

Die GEW setzt ein Zeichen: Unter dem Motto „Mogelpackung L-EGO – Nicht mit der GEW!“ wird die GEW NRW am 20. Mai ein klares Zeichen an die Arbeitgeber senden. Wir lassen uns nicht mit einem Tarifvertrag abspeisen, der nicht mehr ist, als eine Mogelpackung! Warum wir dieses „Angebot“ der Arbeitgeber nicht unterschreiben konnten, zeigt unser Flugblatt. Wir rufen alle Interessierten dazu auf, am 20. Mai um 15 Uhr an einer Aktion vor dem Landtag in Düsseldorf mit anschließender Demo zum Arbeitgeberverband des Landes (AdL) teilzunehmen, um deutlich zu machen: Nicht mit uns, liebe Arbeitgeber! Wir fordern einen gerechten (!) Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte!
http://www.gew-online.de/dms_extern/download.php?id=234035

Und wir führen die Tarif- und Besoldungsrunde fort in der Auseinandersetzung mit der Landesregierung, wie das Tarifergebnis auf die Besoldung zu übertragen ist. Das erste Gespräch findet am 13. Mai statt. Der DGB und die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes werden die Gelegenheit nutzen, ihre Forderung zur Übertragung öffentlich wirksam vorzutragen.

 

Weitere Informationen – aus dem Newsletter der GEW:

Unbefristeter Streik im Sozial- und Erziehungsdienst

Ab Montag (11. Mai) wird in den kommunalen Kindertageseinrichtungen in NRW unbefristet gestreikt.

Das Votum bei der bundesweiten Urabstimmung war eindeutig: Für den unbefristeten Ausstand haben insgesamt 96,37 Prozent der Mitglieder der GEW im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) gestimmt. Das erforderliche Quorum von 75 Prozent wurde damit deutlich übertroffen.

Die Pressemitteilung der GEW NRW:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=3192

Der Streikaufruf:
http://www.gew-nrw.de/fileadmin/download/Veranstaltungen_Termine/TVoeD/SuE_Streikaufruf.pdf

Infoseite der GEW NRW:
http://www.gew-nrw.de/index.php?id=3131

Der Einstieg in den unbefristeten Streik in anderen Bundesländern war erfolgreich: Zum Auftakt der unbefristeten Streiks im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) haben rund 20.000 Beschäftigte, insbesondere Erzieherinnen, die Arbeit niedergelegt. Streikschwerpunkte waren in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
http://www.gew.de/GEW_Rund_20.000_Beschaeftigte_legen_zum_Streikauftakt_die_Arbeit_nieder.html

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Mogelpackung ‚L-EGO‘

„Die GEW war kompromissbereit, aber wir waren nicht bereit einen Tarifvertrag zu unterschreiben, der nicht einmal gewerkschaftliche Mindestforderungen erfüllt!“ Das ist der Kernsatz des aktuellen GEW-Plakats zum Eingruppierungstarifvertrag zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und dem DBB.

Unsere Argumente:
– Die Arbeitgeber entscheiden weiterhin einseitig (über Kopplung an die Beamtenbesoldung = Ländersache!)
– Minimale Zulage von 30 Euro für die EG9 bis EG11, erst ab 01.08.2016, weitere Erhöhungen nicht absehbar
– Sogar Verschlechterungen bei einigen Beschäftigtengruppen (z.B. für die ab 01.08. neu eingestellte SozialpädagogInnen in der Schuleingangsphase, bisher EG 10, dann EG 9)
– Weiterhin skandalöse Eingruppierungen von Lehrkräften in EG 7 und EG 8

Das Plakat der GEW NRW:
http://www.gew-nrw.de/uploads/tx_files/TR_2015_mogelpackung_plakat.pdf

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Gespräche zur Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung

Im März 2015 ist es zu einem Tarif-Abschluss mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder gekommen – ohne L-EGO. Das Ergebnis gilt für die Arbeiter und Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder, nicht aber automatisch für die Landesbeamtinnen und -beamten. Über deren Besoldung in Nordrhein-Westfalen verhandeln der DGB und die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (ver.di, GdP und GEW) sowie der dbb am 13. Mai mit der Landesregierung.

Einige Bundesländer – darunter Rheinland-Pfalz und Bayern – haben sich bereits für eine 1:1-Übertragung des Tarif-Ergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten entschieden. Deshalb fordert der DGB NRW die Landesregierung auf, das TarifErgebnis zeit- und inhaltsgleich auch auf die Beamtinnen und Beamten in Nordrhein-Westfalen zu übertragen.

Pressemitteilung des DGB:
http://nrw.dgb.de/themen/++co++210618fc-f23b-11e4-a086-52540023ef1a

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