Warnstreik – Berichte

Ausfälle an Gesamtschule:

Sechs Lehrer an Gesamtschule Nettetal streiken

Nettetal Sechs Lehrer der Gesamtschule Nettetal haben am Donnerstag am Streik in Düsseldorf teilgenommen. Dazu hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft angestellte Lehrer aufgerufen.

Fotos vom Streiktag:

Fotos: HaJo und Björn

Einige Unterrichtsstunden der Nettetaler Lehrer haben Kollegen vertreten. Unterricht, der in den ersten und zweiten sowie achten und neunten Stunden stattgefunden hätte, hat die Schule ausfallen lassen. „Mittendrin müssen die Schüler natürlich betreut sein. Aber wo es ging, haben wir die Stunden ausfallen lassen, um uns mit den Kollegen solidarisch zu zeigen“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Irene Sieker am Donnerstagnachmittag. „Es sollte zu spüren sein, dass gestreikt wird.“

Für die Schüler wurde das über Monitore kommuniziert und im Unterricht thematisiert. „Sie sollen das nach Hause tragen“, sagte Sieker. Es sei allerdings insgesamt „nicht extrem viel“ Unterricht betroffen gewesen, zusammen etwa 30 Stunden. „Ein Lehrer hat sogar gestreikt, obwohl er an dem Tag gar keinen Unterricht gehabt hätte“, berichtete Sieker. „Wir ziehen alle an einem Strang.“

Quelle: Rheinische Post, Viersen
https://rp-online.de/nrw/staedte/nettetal/an-der-gesamtschule-nettetal-fielen-stunden-wegen-des-lehrerstreiks-aus_aid-36775601

Lehrer-Streik für bessere Bezahlung

Düsseldorf – Angestellte Pädagogen wollen keine Befristungen. Unterricht fiel nur punktuell aus. Von Jörg Janssen und Anna Steinhaus

Rund 200 Demonstranten haben am Donnerstag an einer Streik-Kundgebung angestellter Lehrer auf dem Schadowplatz teilgenommen. „Wir wissen, unsere Forderungen sind berechtigt“, sagte Sebastian Krebs, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW): „Jeder Euro mehr Gehalt ist gut investiertes Geld.“

Sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Lohn für angestellte Lehrer und Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst fordert die GEW. Dafür finden bundesweit Warnstreiks statt. Quereinsteiger, aber auch eine Reihe Lehrkräfte mit voller Ausbildung sind Tarifbeschäftigte und werden anders bezahlt als ihre verbeamteten Kollegen. Bis zu 500 Euro weniger verdienen sie im Monat. Das sorgt für Unmut bei den Betroffenen. Neben besserer Bezahlung streiken die Pädagogen auch für eine Eindämmung der befristeten Verträge. „Ich wusste nie, ob ich nach den Ferien noch einen Job habe“, sagte Lehrerin Astrid Opitz.

Vereinzelt fiel an einigen Schulen Unterricht aus. „Bei uns hatten zwei Kollegen den Streik angekündigt, in einem Fall konnten wir der Klasse rechtzeitig mitteilen, dass die beiden ersten Stunden ausfallen“, sagt Alexander Brech, stellvertretender Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Insgesamt blieben die Ausfälle überschaubar. „Im Schulverwaltungsamt sind am Donnerstag keine Beschwerden aufgelaufen“, sagt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Quelle: Rheinische Post, Düsseldorf
http://rp-epaper.s4p-iapps.com/artikel/843879/10668749

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